Kampagne für saubere Kleidung
Für soziale Mindeststandards in der Bekleidungsindustrie


Die Kampagne für Saubere Kleidung www.saubere-kleidung.de ist Teil der europäischen Clean Clothes Campaign, in der über 250 gewerkschaftliche, entwicklungspolitische und Frauenorganisationen vertreten sind.Die Ziele der Kampagne
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie weltweit, insbesondere in der „Dritten Welt“
- Sensibilisierung einer breiteren Öffentlichkeit für die Folgen des unkontrollierten Globalisierungsprozesses
- Verpflichtung in Deutschland tätiger und ansässiger Einzelhandelsunternehmen zur Einhaltung sozialer Mindeststandards bei der Herstellung aller ihrer Bekleidungsprodukte
- Unterschreiben des von der Kampagne geforderten Verhaltenskodizes
- Kontrolle über die Einhaltung durch eine unabhängige Instanz
Die Kampagne in Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz ist u.a. das Ökumenische Netz Rhein-Mosel-Saar, eine Mitgliedsorganisation von ELAN, besonders aktiv in der Kampagne für Saubere Kleidung:
Ökumenisches Netz Rhein-Mosel-Saar
Löhrstr. 51, 56068 Koblenz, Tel. 0261 29681691
info [at] oekumenisches-netz [dot] de
Geschäftsführung: Dominic Kloos
NEU: Outdoor-Hersteller auf dem Prüfstand
Die Hersteller von Outdoor-Funktionskleidung können sich freuen: Kaum eine andere Branche hat in den vergangenen Jahren trotz Wirtschaftskrise derart starke Zuwachsraten erzielt. Das Image der Outdoor-Unternehmen ist entsprechend positiv besetzt. Zu Unrecht, wie jetzt die Kampagne für Saubere Kleidung „Clean Clothes Campaign“ (CCC) in den neuen Firmenprofilen feststellt. Die Kampagne hat in den vergangenen Monaten Selbstbild und tatsächliches Geschäftsgebaren von 15 international tätigen Unternehmen der Outdoor-Bekleidungsbranche eingehend untersucht. Mit ernüchternden Resultaten.
So trifft etwa der in Deutschland ansässige Hersteller Schöffel, wie auch andere VertreterInnen der Branche, keinerlei Vorkehrungen für eine Mitbestimmung von ArbeiterInnen in Produktionsländern, in denen Gewerkschaftsfreiheit nicht existiert. Wieder andere Unternehmen verzichten gänzlich darauf, sich für die Einhaltung von Arbeits- und Menschenrechten bei der Herstellung ihrer Produkte zu engagieren. Löhne, die für ein Leben in Würde nicht ausreichen, verzeichnet die Kampagne für Saubere Kleidung ebenso wie im Fall des schwedischen Herstellers Fjällräven fehlende Obergrenzen für Überstunden, wodurch exzessiver Mehrarbeit in den Fertigungsstätten Tür und Tor geöffnet ist. Internationale Standards der ILO werden sogar in den Selbsterklärungen einzelner Unternehmen missachtet.
Weitere Informationen: http://www.saubere-kleidung.de/downloads/2010-07-12_PM-CCC_Outdoor.pdf
Weitere in Rheinland-Pfalz beteiligte Organisationen:
- Amt für Jugendarbeit der ev. Kirche im Rheinland, Büro Koblenz, 56068 Koblenz
- BDKJ – Bund der deutschen katholischen Jugend
- EIRENE – Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.
- GMÖ – Gemeindedienst für Mission und Ökumene Mittelrhein/Lahn
- Referat Weltkirche Mainz, Bischofsplatz 2. 55116 Mainz
- Weltladen Speyer
- www.saubere-kleidung.de – Arbeitsbedingungen und Mindeststandards in der Bekleidungsindustrie
- www.inkota.de – Die Macht der KonsumentIn! Eilaktionen zur weltweiten Unterstützung von Näherinnen im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen
- Codes of Conduct – Runder Tisch einer Initiative deutscher Firmen, Gewerkschaften, NRO und Ministerien
- Gobal Compact – Eine Initiative der UN
- Ökumenischen Netz Rhein-Mosel-Saar – Bildungsangebot „Globalisierung im Alltag – Globalisierung in Rheinland-Pfalz“
- Workshop zum Thema Globalisierung
- Nähen für den Weltmarkt
Frauenarbeit in Freien Exportzonen und der Schattenwirtschaft
www.suedwind-institut.de - Globales Spiel um Knopf und Kragen
Das Auslaufen des Welttextilabkommens verschärft soziale Spaltungen
Bezug: Südwind, Lindenstr. 58-60, 53721 Siegburg,
buero [at] suedwind-institut [dot] de" class="mail">buero@suedwind-institut.de
www.suedwind-institut.de - Tchibo – Jede Woche eine neue Welt?
Arbeitsrechte bei Tchibo, Alam, Baßin, Burckhardt; 2005
www.inkota.de - „Wir sind keine Maschinen“
Globalisierte Bekleidungsproduktion am Beispiel Mittelamerikas
Hrsg. CIR, Münster 2004
www.ci-romero.de - Ich bin chic und Du musst schuften
Frauenarbeit für den globalen Markt
Frankfurt a.M. 1997; 157 Seiten
www.inkota.de
Eilaktion der Kampagne für Saubere Kleidung „Killer-Jeans: Noch kein Ende in Sicht“
Anlässlich des diesjährigen Weltgesundheitstags ruft die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) zum weltweiten Verbot der tödlichen Sandstrahltechnik bei der Jeansverarbeitung auf. Über 20 Unternehmen aus ganz Europa sind bereits auf Forderungen der CCC eingegangen. Die Modekette New Yorker aber wendet die Technik trotz des erheblichen Gesundheitsrisikos weiter an. Der Konkurrent Orsay und die Luxusmarken Armani, Dolce&Gabbana, Roberto Cavalli und Versace haben bisher jegliche Information verweigert.
Jeans im Used-Look oder Vintage-Style werden mit der Sandstrahltechnik auf alt getrimmt – mit tödlichen Nebenwirkungen für die ArbeiterInnen, die innerhalb kurzer Zeit an der unheilbaren Lungenkrankheit Silikose erkranken.
Fordern Sie von den verantwortlichen Unternehmen ein endgültiges Sandstrahlverbot!
Schreiben Sie Protest-Mails an New Yorker, Orsay und die italienischen Luxusmarken: www.saubere-kleidung.de, www.inkota.de/protestmail
In den letzten Monaten hat die Clean Clothes Campaign europaweit Jeans-Markenfirmen und Verkäufer aufgefordert, die Sandstrahltechnik öffentlich zu verbieten, das Verbot wirkungsvoll durchzusetzen sowie die betroffenen Arbeiter medizinisch zu versorgen und finanziell zu entschädigen. Erfahren Sie hier, wie die Unternehmen reagiert haben: www.saubere-kleidung.de, www.inkota.de/sandstrahlen
Öko-soziale Beschaffung – jetzt!
Ökologische und soziale Beschaffung – Machen Sie mit und schicken Sie eine Online-Aktionskarte an Ihre Oberbürgermeisterin oder Ihren Bürgermeister, ebenso an den Rat Ihrer Stadt oder Gemeinde, mit der Aufforderung, aktiv zu werden! Leiten Sie die Online-Aktionskarte an Freunde und Bekannte weiter.
Waren und Dienstleistungen in Höhe von 400 Milliarden Euro werden jährlich von der öffentlichen Hand beschafft. Das sind 17 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Den größten Teil dieser Aufträge erteilen Kommunen.
Diese massive Kaufkraft kann den sozialen und ökologischen Standards in der weltweiten Produktion zum Durchbruch verhelfen. Würden öffentliche EinkäuferInnen geschlossen nur noch an solche Unternehmen Aufträge vergeben, die „saubere“ Arbeitsbedingungen garantieren können, dürfte sich in den Fabriken und auf den Plantagen in den Ländern des Südens einiges verändern: Gefährliche chemische Stoffe würden vermieden, schlimme Ausbeutungspraktiken gestoppt, die Einhaltung von Arbeitsgesetzen würde kontrolliert.
Richten Sie die Online-Aktionskarte an Ihre Kommune, indem Sie die E-Mail Adresse Ihrer Kommune eintragen.
Wenn Sie die Adresse nicht kennen, füllen Sie trotzdem eine Aktionspostkarte aus. Vamos e.V. Münster wird die gesammelten Online-Karten gemeinsam mit FIAN Deutschland im Herbst 2011 an den Deutschen Städtetag und an den Deutschen Städte- und Gemeindebund überreichen.
Transparenz jetzt!
Egal ob Luxuskonzern oder Discounter, immer wieder sind Unternehmen verantwortlich für Hungerlöhne, unbezahlte Überstunden und Umweltschäden. Zugleich beschwören sie in ihren Hochglanzbroschüren ihre sozialen und ökologischen Werte. Die Politik muss endlich für Transparenz sorgen! Unternehmen müssen offenlegen, wie sozial und ökologisch sie wirklich handeln. Nur gesetzlich verbindliche Regeln sorgen dafür, dass soziale und ökologische Produktionsbedingungen sichtbar gemacht werden.
Macht/Machen Sie mit mit bei der Kampagne „Transparenz Jetzt!“ und fordert/fordern Sie Kanzlerin Merkel auf, dass...
- verbindliche Berichtspflichten für Unternehmen eingeführt werden,
- Unternehmen Lieferanten, Produktionsstandorte und die Herkunft ihrer Produkte kennzeichnen müssen,
- Verstöße gegen die Offenlegungspflicht bzw. Falschinformationen mit Sanktionen belegt werden.
Hier geht's zur Aktion: http://www.transparenz-jetzt.de/
Und damit nicht genug, es gibt einen neuen Film, der die Ausbeutung in der Lieferkette sichtbar macht. Hier geht's zum Film: http://www.youtube.com/watch?v=nzAmh42u70k
