Die entwicklungspolitische Arbeit der Nichtregierungsorganisationen

In Rheinland-Pfalz sind eine Vielzahl von Organisationen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Die Arbeitsfelder sind vielfältig. Inhalte sind u.a. Partnerschaftsarbeit, der Faire Handel und der Welthandel, Umwelt- und Entwicklung, Migration und Entwicklung, Menschenrechte, Umwelt- und Sozialstandards, neue Formen des Wirtschaftens, strukturelle weltweite Abhängigkeiten und Entwicklungsproblematik, Korruption.

Das Spektrum der Organisationen reicht von personellen Entsendediensten über kirchliche Fortbildungseinrichtungen, die im Bereich des globalen Lernens aktiv sind, über Gemeinden, die Partnerschaften unterhalten, bis hin zu Weltläden, die sich für einen weltweit Fairen Handel einsetzen.

Die Tabelle entwicklungspolitisch tätiger Organisationen in Rheinland-Pfalz erscheint hier demnächst zum Download. Sie wird momentan überarbeitet.


Die Entwicklungspolitik der rheinland-pfälzischen Landesregierung

ISM_Logo

Die Partnerschaft des Landes mit Ruanda

Die Entwicklungspolitik oder -zusammenarbeit (EZ) auf Regierungsebene ist in Rheinland Pfalz dem Ministerium des Innern und für Sport zugeordnet. Regionaler Schwerpunkt der Entwicklungzusammenarbeit des Landes ist das afrikanische Land Ruanda.

Im Jahr 1982 besiegelten das Land Rheinland-Pfalz und die Republik Ruanda durch einen Briefwechsel zwischen den Regierungen die erste Partnerschaft zwischen einem Bundesland und einem afrikanischen Land. Grundgedanke war von Anfang an eine so genannte Graswurzelpartnerschaft, die dezentral und bürgernah organisiert ist. Die ruandischen Partner schlagen eigenverantwortlich die Projekte vor, die ihnen am dringlichsten und notwendigsten erscheinen, die rheinland-pfälzischen Partner bemühen sich dann darum, die finanzielle und materielle Unterstützung bereitzustellen.

Ansprechpartnerin: Hanne.Hall @ism.rlp.de Tel. 06131-163208

Fördermöglichkeiten über das Referat Entwicklungspolitik

Die Landesregierung möchte das entwicklungspolitische Engagement privater Träger in Rheinland-Pfalz stärken und ausweiten. Zu diesem Zweck wurde 2009 das Referat Entwicklungspolitik geschaffen. Hier können Nichtregierungsorganisationen (NRO), kommunale Akteure oder kirchlichen Einrichtungen Förderanträge für Vorhaben der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit sowie für Entwicklungsprojekte im Ausland stellen.

Ansprechpartnerin: carola [dot] stein [at] ism [dot] rlp [dot] de; 06131-163479

Ohne Titel

Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung der Staatskanzlei

Die Landesregierung hat Bürgerengagement und die Förderung einer lebendigen Bürgerbeteiligung zu einem Schwerpunkt ihrer Politik erklärt. Die „Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung“ hat das Ziel, die aktive Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz bei der Gestaltung eines lebendigen Gemeinwesens zu unterstützen und weiter zu verbessern. Erfahrung, Bürgersinn und soziales Kapital sollen so noch sichtbarer als bisher in die Gestaltung der Landespolitik einbezogen werden. Die Leitstelle hat den Auftrag, die Vernetzung und Koordinierung von Programmen der Landesregierung zur Förderung von Ehrenamt und Bürgerengagement voranzutreiben und den Dialog mit und in der Zivilgesellschaft in Rheinland-Pfalz zu intensivieren. Da auch die MitarbeiterInnen der entwicklungspolitisch aktiven Nichtregierungsorganisationen zumeist ehrenamtlich tätig sind, können sie von den Angeboten der Leitsstelle profitieren.

Weitere Infos erhalten Sie unter www.wir-tun-was.de.

ELAN wird von der Leitstelle finanziell und ideell unterstützt. Ein gemeinsames Arbeitsfeld stellen die Sozial- und Umweltstandards in der Beschaffung dar. Hierzu organisierte ELAN in Kooperation mit der Staatskanzlei und den kommunalen Spitzenverbänden im Oktober des Jahres 2009 und im Februar diesen Jahres Fachgespräche im Wappensaal des Landtags. Die Dokumentation hierzu erhalten Sie in der ELAN-Geschäftsstelle.

Ohne Titel

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung

Die Nachhaltigkeitsstrategie, das Agenda 21-Programm der Landesregierung Rheinland-Pfalz, angesiedelt beim Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz (MUFV), sieht die „Internationale Verantwortung“ als einen Hauptbestandteil der Nachhaltigen Entwicklung. Die Durchsetzung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen und die Initiative des „Global Marshall Plans“ stehen dabei im Vordergrund, um weltweit den Klimawandel, Armut und Hunger und ungerechte Verteilungen zu bekämpfen.

Der Austausch von Erfahrungen, der Transfer von Know-how und die Entwicklung von zukunftsweisenden Umwelttechnologien sind Möglichkeiten, dieser „Internationalen Verantwortung“ gerecht zu werden.

Gemeinsam mit dem MUFV realisiert ELAN verschiedene Kooperationsprojekte im Bildungsbereich. Themen sind u.a. der Faire Handel sowie Umwelt- und Sozialstandards.

Ohne Titel

Bildung für nachhaltige Entwicklung in RLP

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist durch unterschiedliche Herangehensweisen in der schulischen Praxis in Rheinland-Pfalz verankert und wird durch dauerhafte Strukturen unterstützt. Neben entsprechenden Referentenstellen beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, den Landesinstituten Pädagogisches Zentrum und dem Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung gibt es weitere Strukturen: z.B. das Netzwerk ökologischer Schulen, welches von Fachberatern für BNE betreut wird. Weitere Informationen erhalten Sie hier. In Kooperation mit dem Ministerium erarbeitete ELAN eine Stadtrallye zu den Themen nachhaltige Beschaffung und nachhaltige Unternehmensverantwortung, die erfolgreich in zahlreichen Städten des Landes von Schulklassen realisiert wird.

Entwicklungspolitische Leitlinien der Landesregierung

Im Februar 2010 verabschiedete die Landesregierung entwicklungspolitische Leitlinien.

Download der Leitlinien 

Kommunale Partnerschaften

Die weitaus meisten rheinland-pfälzischen kommunalen Partnerschaften bestehen mit Frankreich (257), Polen (38), Großbritannien (34), Italien (27), Ungarn (21) und Belgien. Hinzu kommen einzelne Partnerschaften mit weiteren west- und osteuropäischen Ländern, Israel und den USA. 
Lahnstein unterhält seit 1979 eine Partnerschaft mit Ouahigouya in Burkina Faso in Afrika, Neustadt an der Weinstraße seit 1995 mit Quanzhou in der chinesischen Region Fujian. Seit November 2010 besteht eine Partnerschaft zwischen Trier und der chinesischen Stadt Xiamen.

Der Arbeitskreis Millenniumentwicklungsziele

Im Aktionskreis UN Millenniumsziele in Rheinland-Pfalz arbeiten Regierungs- und Nicht-Regierungs-Organisationen aus Rheinland-Pfalz zusammen, die sich im Rahmen ihrer Arbeit für die Verwirklichung der UN-Millenniumziele 2015 einsetzen.

Dazu gehört die Bekämpfung der extremen Armut, der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, eine bessere Gesundheitsversorgung, Grundschulbildung für alle Kinder und mehr Geschlechtergerechtigkeit.
 Unter dem Motto NO Excuse 2015 mobilisiert eine internationale UN-Kampagne weltweit Bürgerinnen und Bürger zum Engagement gegen Armut und für die konkrete Umsetzung der Millenniumserklärung.


UN-Bericht 2009 zu den Millenniumsentwicklungszielen

Der Bericht stellt eine Bewertung des Fortschritts bei der Umsetzung der im Jahr 2000 vereinbarten Millenniumsentwicklungsziele dar. Er verdeutlicht einerseits die Erfolge, die im Schul-, Gesundheits- und Trinkwasserbereich zu verzeichnen sind. Andererseits mahnt er zu verstärkten Anstrengungen in Bereichen, die weit hinter den Erwartungen zurück geblieben sind. Das gilt insbesondere für die große Zahl an Menschen, die in extremer Armut leben, deren Ernährung nicht gesichert ist und die keine Arbeit haben bzw. unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen tätig sind.

Dieser Bericht wurde von der Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen im Juni 2009 veröffentlicht.

Weitere Informationen unter www.un.org/millenniumgoals