Schulwettbewerb des Bundespräsidenten

3. Preis für Klasse 10c des Gymnasiums Gonsenheim

Überglücklich zeigten sich die SchülerInnen der Klasse 10c des Gymnasium Gonsenheim in Mainz: sie haben beim Schulwettbewerb des Bundespräsidenten „Alle für Eine Welt für alle“ einen fabelhaften 3. Platz belegt. Eingereicht hatten sie einen selbst erstellten Einkaufsführer „Mainz kauft ein – aber fair?!“. Darin regen sie zum Kauf nachhaltig erzeugter Produkte an und fordern die Stadt Mainz auf, sich als Fair Trade Town zu bewerben. Die feierliche Preisverleihung fand am 23. Juni in Schloss Bellevue statt.

Schulwettbewerb Alle für Eine Welt für alle

Anfang des Jahres informierten sich die Zehntklässler im Rahmen des ELAN-Projekts „Der Blick hinter die Kulissen: Wie fair beschaffen die Akteure unserer Stadt?„darüber, welche Waren die öffentliche Hand einkauft und wo bzw. wie diese Waren hergestellt werden. Ein besonderes Augenmerk richteten sie dabei auf Waren, die durch ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt werden. Schnell war den SchülerInnen klar, dass sie sich für mehr Gerechtigkeit im städtischen Einkauf einsetzen wollten. „Wir möchten gerne dass, was wir gelernt haben, an andere weitergeben. Die meisten Menschen wissen gar nicht, wofür öffentliche Gelder ausgegeben werden“, ist Daniel Barth überzeugt. Unterstützt von ihren engagierten Lehrerinnen Daniela Jeuck und Astrid Schneider erstellten die SchülerInnen einen Einkaufsführer für die Stadt Mainz. Neben Ausführungen zu kritischen Produkten wie Textilien, Natursteinen und Computer werden transparente und verlässliche Siegel vorgestellt und ausführliche Hintergrundinformationen zum Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ gegeben. Diesen überreichten sie dem Mainzer Finanzbürgermeister Beck anlässlich eines Besuches im Rathaus. „Es kann nicht sein, dass unsere Marktplätze mit möglichst billigen Steinen gepflastert werden, wenn dafür Kinder in Indien mit ihrer Gesundheit oder sogar ihrem Leben bezahlen müssen“, fordert Henrik Drechsler. Im Gespräch versicherte Beck den Jugendlichen, sich für den Kauf von nachhaltigen Produkten einzusetzen. Ob dieses Versprechen auch in die Tat umgesetzt wird, davon wollen sich die Gonsenheimer SchülerInnen in einigen Monaten selbst überzeugen. Ihnen ist das Thema während der Recherchen zu einer Herzensangelegenheit geworden.