Sozialstandards

Als KundIn Zeichen setzen

Engagierte vieler Länder aus Gewerkschaften, Menschenrechtsgruppen und kirchlichen Initiativen, ForscherInnen, JournalistInnen ... sie und viele andere haben dafür gesorgt, dass wir heute den Zusammenhang zwischen niedrigen Preisen im Norden und unwürdigen Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen im Süden kennen. Neben dem Kauf fair gehandelter Produkte können wir als KäuferInnen Zeichen setzen, indem wir an Protestaktionen teilnehmen und bei Firmen kaufen, die sich öffentlich zur Einhaltung von Sozialstandards bekennen.

Kerninhalte von Sozialstandards

Soziale Mindeststandards, zu denen die Kernarbeitsnormen gehören, basieren auf den beiden UN-Menschenrechtskonventionen und orientieren sich an Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organisation).
Zu den sozialen Mindeststandards gehören u.a.:

  • die tatsächliche Abschaffung ausbeuterischer Kinderarbeit
  • die Beseitigung der Zwangsarbeit
  • die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen
  • die Nichtdiskriminierung in Beschäftigung und Beruf aufgrund von Nationalität, Hautfarbe, Religion, ethnischer Zugehörigkeit, politischer Überzeugung oder Geschlecht
  • das Recht auf Gesundheit von ArbeitnehmerInnen (Schutz vor Unfällen und beim Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen)
  • angemessene Arbeitszeiten
  • Existenz sichernde Löhne

Quelle: Ratgeber Verhaltenskodizes zu Sozialstandards, Herausgeber: Sekretariat des Runden Tisches Verhaltenskodizes, Eschborn, Februar 2004.

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