Kampagne des Forum Fairer Handel: bio liebt fair
Das deutschlandweite Netzwerk des Fairen Handels (Forum Fairer Handel e.V.) koordiniert seit 2002 die verschiedenen Aktivitäten von Akteuren im Bereich des Fairen Handels.
In der neuen Kampagne „bio liebt fair“ wird die enge Verpflechtung von bio und fair aufgezeigt, was sie untrennbar macht und wie sie sich ergänzen.
Auf der Homepage www.bio-liebt-fair.de finden Sie alle weiteren Informationen.
Kampagne von FIAN: fair flowers – Mit Blumen für Menschenrechte
Im Rahmen der Blumenkampagne wurde von FIAN in Zusammenarbeit mit der Uganda Workers' Education Association (UWEA) die Studie „Wir sterben – We are dying“ zu den Gesundheitlichen Folgen des Pestizideinsatzesauf ugandischen Blumenfarmen für die ArbeiterInnen veröffentlicht. Die Ergebnisse sind erschreckend. Von den 101 befragten ArbeiterInnen von 5 Betrieben klagten mehr als die Hälfte über regelmäßige Beschwerden, die bekannte Folgen von Pestizidvergiftungen sind. Keiner der befragten Pestizidsprüher erhält ausreichende Schutzkleidung.
Die englische Version der Studie kann von der Internetseite der Kampagne „fair flowers – Mit Blumen für Menschenrechte“, www.flowers-for-human-rights.org, heruntergeladen werden. Die deutsche Version folgt in Kürze.
Eine weitere Aktion ist die Petition für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der BLumenindustrie. Bereits über 3000 Menschen haben sie unterzeichnet, ein toller Erfolg! Das ambitionierte Ziel sind jedoch 10.000 Unterschriften. Unter www.ipetitions.com/petition/fairflowers können auch Sie teilnehmen.
Neu: Der Film „Die Rosen-Story“
Wie funktioniert der globalisierte Blumenhandel? Welchen Weg hat eine Rose hinter sich, bevor sie ihre KäuferInnen in der vase erfreut? Diesen Fragen ist der Filmemacher Michael Richter nachgegangen und hat interessante und erschreckende Einblicke in den Sektor erhalten. Das Ergebnis seiner Recherchen hat er für die NDR-Dokumentation „Die Rosen Story“ zusammengestellt. Der Film ist online auf der Internetseite des NDR zu sehen. Er macht deutlich, wie wichtig es ist, fair produzierte Blumen zu kaufen.
Flower Label Program am Ende
BERLIN taz | Das Siegel der Initiative Flower Label Program (FLP) wirbt damit, dass die damit ausgezeichneten Schnittblumen aus Kenia, Ecuador oder Tansania umweltfreundlich und menschenwürdig produziert werden. Nun warnen Nichtregierungsorganisationen, dass dieses Versprechen nicht mehr kontrollierbar ist. Zum Jahreswechsel haben sie den Verein verlassen, das Siegel steht vor dem Aus.
„Das Flower Label Program ist wirtschaftlich nicht mehr tragbar“, sagte Joachim Vorneweg von der Menschenrechtsorganisation FIAN der taz. Grund sei zu geringe Beteiligung. Weil zu wenige Blumenhändler offensiv für das Siegel warben, fehlten die Bekanntheit und damit Werbewirksamkeit. Immer mehr Plantagenbesitzer kehrten der Initiative den Rücken. Der Versuch, das FLP mit dem bekannteren Fairtrade-Label des Vereins Transfair zusammenzulegen, scheiterte.
Das FLP war 1998 aus einem Zusammenschluss der beiden großen Blumenhandelsverbände in Deutschland, dem Blumen Groß- und Importhandelsverband und dem Fachverband Deutscher Floristen mit der Menschenrechtsorganisation FIAN, den Hilfswerken terre des hommes und Brot für die Welt sowie der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) entstanden. Zuletzt nutzten noch 19 Plantagen das Siegel.
Laut FIAN hat das Programm es geschafft, rund 20.000 Menschen auf Plantagen in Afrika, Asien und Lateinamerika feste Arbeitsverträge sowie Mutter-, Arbeits- und Gesundheitsschutz zu verschaffen. Der Kampf gegen Kinderarbeit und Ausbeutung sei durch das Siegel sehr erfolgreich gewesen. FLP habe „Maßstäbe in der Schnittblumenproduktion“ gesetzt.
Doch nachdem die FLP-Büros in Köln und Ecuador aus finanziellen Gründen geschlossen wurden, sei eine kontrollierte Vergabe des Siegels nicht mehr möglich. Unternehmen könnten es missbrauchen und damit werben, ohne die Standards tatsächlich einzuhalten, so Vorneweg.
Neben FIAN haben auch Brot für die Welt, terre des hommes und die die IG BAU das FLP verlassen. Sie wollen sich aber außerhalb des Flower-Labels weiter für soziale Rechte im Blumensektor einsetzen. Den Verbrauchern empfehlen die Organisationen, künftig Blumen mit dem Fairtrade-Siegel zu kaufen.
BanaFair: Kampagne für nachhaltigen Handel mit Früchten
BanaFair führt in 2011/2012 unter dem Titel „Make Fruit Fair!“ eine Internationale Kampagne durch, um eine breite europäische Öffentlichkeit für die menschenunwürdigen Arbeits- und umweltzerstörerischen Produktionsbedingungen zu sensibilisieren. Ziel ist es, dass Akteure in der Beschaffungskette faire Preise an ihre Zulieferer zahlen, Regierungen den Missbrauch der Einkaufsmacht der Supermärkte regulieren und sicherzustellen, dass Unternehmen für die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern haftbar gemacht werden können. Anfang Mai 2011 wird Gloria Garcia, eine Gewerkschafterin aus Honduras, in Deutschland zu Gast sein. Sie wird über die schweren Arbeitsbedingungen auf den Fruchtplantagen in Zentralamerika berichten und über die sich verschlechternde Situation der Frauen.
Weitere Informationen unter: Bettina Burkert, bettina.burkert[at]banafair.de, www.makefruitfair.de
Kampagne: Meine Landwirtschaft – Deine Wahl
Wie viele Bauern wird es in zehn Jahren in Deutschland und Europa noch geben? Was werden sie anbauen? Wie sehen unsere Landschaften dann aus? Welchen Preis bezahlen wir dafür an der Ladentheke?
2011 wird die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union nach 2013 festgelegt. Dabei geht es nicht nur um Subventionen, sondern auch um Klimaschutz und Artenvielfalt, Wasser- und Bodenqualität, regionale Entwicklung und Tierschutz, um die Wahl künftiger Technologien und nicht zuletzt um die Qualität unseres Essens und unsere Gesundheit. Es geht um die Bekämpfung des Welthungers und um globale Gerechtigkeit.
Die europäische Agrarpolitik sollten wir deshalb nicht Lobbyisten überlassen. Sie ist eine Herausforderung für alle Steuerzahler, Verbraucherinnen und Wähler.
„Meine Landwirtschaft – unsere Wahl“ wird von Organisationen und Initiativen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen getragen, die sich mit Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Verbraucherschutz, Gesundheit, regionaler und internationaler Entwicklung befassen. Die zwanzig Initiatoren wollen die öffentliche Debatte anregen und daraus Forderungen entwickeln, die sie gemeinsam durchsetzen.
Sie hoffen, viele weitere Organisationen, vor allem auch regionale und lokale Initiativen und Gruppen, Unternehmen und Einzelpersonen für diese Kampagne zu gewinnen. Ein Trägerkreis hat erste Mittel zusammengelegt und das Kampagnenbüro eingerichtet und freut sich über neue Mitglieder, aktive Mitarbeit, finanzielle Unterstützung und neue Ideen.
Klimaschutz ist Menschenrecht
„Klimaschutz darf nicht zur Verletzung von Menschenrechten führen.“ mahnt FIAN Deutschland an und fordert von der Bundesregierung ein stärkeres Engagement für die Menschenrechte im Klimaschutz.
Sowohl bei Klimaschutzprojekten zur Minderung des CO2-Ausstoßes als auch bei der Finanzierung von Maßnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels müssen Menschenrechte besser geschützt werden. Klimapolitik darf nicht zur Verletzung von Menschenrechten führen.
Weitere Informationen unter: www.klimaschutz-ist-menschenrecht.de
Klima-Bündnis startet Kindermeilen-Kampagne 2011
Das Klima-Bündnis fordert auch in diesem Jahr wieder Kinder in ganz Europa dazu auf, sich umweltfreundlich fortzubewegen und sich so für das Weltklima einzusetzen. Bis Anfang November werden Wege, die zu Fuß, auf Roller und Rad, mit Bus oder Zug zurückgelegt werden, in die sogenannten „Grüne Meilen“ umgewandelt. Am Ende des Jahres sollen alle gesammelten Meilen an die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz in Durban, Südafrika überreicht werden und so zeigen, dass auch die ganz Kleinen etwas für die Umwelt tun können.
Weitere Informationen unter: www.kindermeilen.de/home.html
terre des hommes – Kampagne für ökologische Kinderrechte
terre des hommes startet am 27. Mai 2011 mit einer neuen Kampagne. Unter dem Motto: »Kinder haften für ihre Eltern! Genug geredet – ökologische Kinderrechte achten« setzt sich terre des hommes für globalen Klima- und Umweltschutz als unverzichtbare Voraussetzung für die Kinderrechte heute und die Rechte kommender Generationen ein. Die Kampagne läuft über mehrere Jahre und richtet sich an Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Wichtige Bestandteile sind die Banneraktion »Deine Botschaft für Rio 2012« und die Videoaktion »Zukunft 2.0.«. Mehr: www.tdh.de.
