Entschärft die Schuldenkrise – Kampagne von erlassjahr.de
Im Zuge der weltweiten Finanzkrise sind zahlreiche Länder von Europa bis Subsahara-Afrika erneut in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Eine neue Welle der Staats-Überschuldung droht. Und wie schon in den achtziger Jahren wird aus der Überschuldung ein verlorenes Entwicklungsjahrzehnt werden – wenn es nicht zu einer schnellen und umfassenden Lösung kommt. Und von der Handlungsfähigkeit der Staaten hängt in den ärmeren Regionen der Welt oft nicht nur das Wohlergehen, sondern sogar das Leben der Ärmsten ab.
Wie kann eine Lösung aussehen?
erlassjahr.de und Entschuldungsbewegungen aus allen Erdteilen fordern ein faires und transparentes Staaten-Insolvenzverfahren. Es soll die Staaten ebenso schützen, wie in Deutschland auch insolvente Unternehmen einen Neuanfang bekommen oder Einzelpersonen vor der Verelendung geschützt werden. Existierende Entschuldungsverfahren dienen vor allem den Interessen der Gläubiger und gewähren Entschuldung nur dort, wo absolut nichts mehr zu holen ist. Ein unparteiisches Insolvenzverfahren setzt rechtsstaatliche Regeln an die Stelle von Gläubigerwillkür. Damit erhalten überschuldete Länder die Chance auf einen wirklichen Neuanfang.
Wer kann eine Lösung herbeiführen?
Bis zur Weltfinanzkrise waren die G8 – also der Zusammenschluss der mächtigsten Industriestaaten – das Gremium, in dem Regeln zur Behandlung von überschuldeten Entwicklungsländern beschlossen wurden. Ihren Platz haben inzwischen die G20 eingenommen. Das sind die G8, ergänzt um die wichtigsten Schwellenländer. Wir wollen, dass sie bei Ihrem Gipfel im französischen Cannes im November 2011 einen Grundsatzbeschluss zur Schaffung eines allgemeinen Insolvenzverfahrens für Staaten fassen.
Weiterführende Links:
Kampagne: Mahlzeit! – Ein Planet. 9 Milliarden. Alle satt.
Bei Oxfam wächst etwas Neues: Am 01.06.2011 startete die Kampagne zu Ernährungssicherheit und Nahrungsmittelkrisen: Mahlzeit! – Ein Planet. 9 Milliarden. Alle satt.
Oxfams Kampagne „Mahlzeit!“ will einen radikalen Neuanfang. Wie wir mit Essen, der Umwelt und dem Hunger umgehen und wie Nahrungsmittel bislang angebaut werden, so kann es nicht weitergehen. Es gibt genug Nahrung für alle, aber eine Milliarde Menschen hungern. Ein „Weiter so“ ist keine Option!
Warum?
Steigende Hungerzahlen auf der einen und Nahrungsmittelverschwendung auf der anderen Seite, steigende Nahrungsmittelpreise, Umweltzerstörung und der Ausverkauf von Land in armen Ländern sind Zeichen eines aus dem Ruder laufenden Ernährungssystems. Konflikte um Land und Wasser nehmen zu, und klimabedingte Wetterextreme zerstören die Ernten.
Regierungen versagen
Unsere Regierungen lassen zu, dass wir auf eine Erderwärmung von 3-4 Grad zusteuern, dass die Nahrungsmittelmärkte außer Kontrolle geraten, dass immer mehr Essen im Tank statt auf dem Teller landet, dass Konzerne an der Armut verdienen und Spekulanten mit Nahrungsmitteln zocken.
Jetzt handeln!
Wir brauchen einen grundlegenden Wandel, um die Welt zu ernähren und zugleich die ökologischen Grenzen unseres Planeten nicht zu überschreiten. Wir brauchen Regelwerke, um die Aktivitäten derAgrar- und Lebensmittelindustrie, Energiekonzerne und Spekulanten zu kontrollieren.
Weitere Informationen unter http://www.oxfam.de/mahlzeit
Jugendliche zeigen Einsatz gegen Armut: Start der Fotoreihe „Deine Stimme ist unser Joker“
Weltweit engagieren sich junge Menschen gegen Armut und kämpfen für die Millenniumsentwicklungsziele (MDG). Dies zeigt eine neue Fotoreihe der VENRO-Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“. Auch Jugendliche aus Deutschland beteiligen sich an dem Projekt „Deine Stimme ist unser Joker“. Die Aktivitäten und Geschichten der Jugendlichen werden ab heute im Internet veröffentlicht.
Die Fotoreihe rückt junge Menschen bis 29 Jahre in den Mittelpunkt, die sich gegen Armut engagieren. Alle Motive eint, dass auf den Bildern das diesjährige Kampagnensymbol, der „Joker“ zu sehen ist und die Jugendlichen ein weißes Armband von „Deine Stimme gegen Armut“ tragen. Die Fotos sollen zeigen, dass jeder einen Beitrag im Kampf gegen die weltweite Armut leisten kann und das mit einfachen Mitteln.
Vier Motivezeigen Jugendliche aus Deutschland, die in ihrem Umfeld aktiv geworden sind. Hierzu gehört etwa Steffen (28), der die Handballdamen des SV Grün-Weiß Schwerin trainiert. Mit Trikotwerbung und Bannern machen sie während ihrer Spiele darauf aufmerksam, dass alle 3 Sekunden ein Kind an den Folgen extremer Armut stirbt. Toni (17) und Mareike (19) aus dem thüringischen Küllstedt machen mit ihrem Song „Eine Geschichte der Ignoranz“ auf die weltweite Armut aufmerksam. Mit dem Titel haben sie den europäischen Musikwettbewerb „I Fight Poverty“ gewonnen.
Fünf junge Menschen kommen aus Partnerländern der Mitgliedsorganisationen des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Hierzu zählt etwa die 18-jährige Pugalvani, die in einem Dorf in der Nähe der indischen Millionenstadt Chennai lebt und Elektronik und Kommunikation studiert. Nach der Uni gibt sie Förderkurse in der Dorfschule, damit die Kinder ihres Dorfes bessere Bildungschancen haben.
Ab 19.April erscheint jede Woche dienstags ein Bild auf der Facebook-Seite der Aktion (www.facebook.com/deinestimmegegenarmut) und die dazugehörige Geschichte im Blog von „Deine Stimme gegen Armut“ (www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog).
Steuer gegen Armut
Die Kampagne „Steuer gegen Armut“ fordert eine geringe Besteuerung auf alle Finanzmarktprodukte, die von Banken, Brokern und Investoren gehandelt werden. Mehr als 50.000 Bürgerinnen und Bürger haben in kürzester Zeit die Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer unterstützt. Die öffentliche Anhörung zur Petition im Bundestag im Februar 2011 gilt als ein Zwischenerfolg.
Weitere Informationen: http://www.steuer-gegen-armut.org/
Auch zum G20-Gipfel wird diese Kampagne aktiv werden, um die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf der G20-Ebene voranzutreiben. Mit dem Global Action Day wurde weltweit eine Petition gestartet.
Weitere Informationen: www.MakeFinanceWork.org
